Datum: 30.04. – 03.05.2026
Ort: Kastl-Mennersberg
Truppenstärke: 7 Mann und 1 Pani
Tag 0 (Mittwoch) – Logistische Ohrfeigen und die Pizza der Einsamkeit
Die Frühanreise am Mittwoch lief für den Großteil der karkasischen Armee wie geschmiert. Kolev, Reingardt, Jäger Robert, die Rekruten Kajtek und Karusch, Korporal Ullec und ich bauten in gewohnter, disziplinierter Karkas-Manier unser Lager auf. Nur unser Soldat Olek sollte erst am Donnerstag zu uns stoßen. Direkt bei Ankunft verpasste uns die Orga eine unschöne Überraschung: Der komplette Lagerplan für die Bastion war kurzfristig über den Haufen geworfen worden! Keiner unserer Wunschnachbarn, weder Kriegsrad noch Windstedt sollte neben uns lagern.
Die Orga hatte dann aber doch noch ein Einsehen und platzierte unsere geschätzten Verbündeten von Windstedt nach einigen Diskussionen neben uns, aber dafür traf es das Kriegsrad hart: Sie wurden ans komplett andere Ende der Bastion verfrachtet! Eigentlich wollten wir den Mittwochabend gemütlich mit Windstedt verbringen und gemeinsam die von ihnen organisierte Pizza verspeisen. Die Herrschaften von Windstedt entschieden sich dann aber doch noch selbst zu kochen ohne uns Bescheid zu sagen. Also zogen Ullec, Kolev und ich eben alleine los, um die Pizza zu holen. Am Ende saßen wir mit vollen Mägen und Windstedt am Lagerfeuer, lachten, scherzten und blickten in die Flammen. Wir ahnten noch nicht, was für ein juristischer und physischer Hexenkessel die nächsten Tage werden würden.

Tag 1 (Donnerstag) – Entführte Schwerter und das Damoklesschwert der Justiz
Der Donnerstagmorgen begann mit den letzten Handgriffen im Lager und einer stolzen Rüstschau. Korporal Ullec präsentierte der Truppe seine neueste Errungenschaft: ein furchteinflößendes, massives Richtschwert. Ein wunderschönes Teil – und leider viel zu verlockend für die Langfinger der Bastion. Es dauerte nicht lange, bis Niffler von den Fröschen das Prachtstück ins Auge fasste und es eiskalt entführte!

Kurz darauf traf auch Soldat Olek wohlbehalten auf dem Platz ein und die Truppe war komplett. In einem freundlichen Gespräch überbrachte uns der Oberist aber eine Hiobsbotschaft: Auf die Karkasen wartet eine offizielle, schwere Anklage! Der Grund wog schwer: Wir hatten beim großen Bankett im letzten Herbst die Hexerkönigin Lazara, die Oberbösewichtin des Feldzugs, eingeladen. Mir rutschte direkt das Herz in die Hose. Die Angst, dass uns diese Nummer IT komplett das Genick brechen könnte, war absolut real. Aber hey: Wir hatten der Moringaard-Orga im Vorfeld selbst gesagt, wir wollen echte Konsequenzen und lieben #playToStruggle. Geliefert wie bestellt!

Anreise und das Geschenk des Untods
Als das Spiel endlich gegen 19 Uhr In-Time ging, verlief unsere IT-Anreise wieder atmosphärisch super. Wir wurden permanent von Orks bedroht, die uns am Wegrand lauerten. Kaum hatten wir die rettenden Tore der Bastion passiert, tauchte die Hexe Lazara mit ihrem gesamten Heerwurm aus Totlosen höchst persönlich auf und überreichte vor den Toren der Bastion den Totlosen ein perfides „Geschenk“: eine eigene Bastion. Die Fronten für das Wochenende standen also fest. Bisher hatten die Totlosen ein eigenes Lager im Totenreich – jetzt besaßen sie eine kleine Burg.
In der menschlichen Bastion kamen langsam alle Gruppierungen an. Auch wir lagerten im Gegensatz zum letzten Feldzug wieder innerhalb der Bastion. Wir begrüßten unsere Verbündeten: den Sturmbund, Gloria, Windstedt, das weit entfernte Kriegsrad und die XII, die wir schon aus dem letzten Jahr von den Fröschen kannten, da diese damals ebenfalls mit ihnen gemeinsam gelagert hatten. Direkt neben uns schlug die Aschenwacht mitsamt ihrem Fürsten ihr Lager auf. Am Abend stand eine skurrile Gestalt vor den Toren der Bastion, der „Blatterknecht“ . Ein komplett in Weiß gekleidetes Wesen mit einer mechanischen Steampunk-ähnlichen Maske, der einen hölzernen Karren, der ebenfalls mit weißem Stoff bespannt war, hinter sich herzog. Das Wesen hatte panische Angst vor den Orks und flehte in der Bastion um Asyl. Wir gewährten ihm Einlass – ein folgenschwerer Fehler, wie sich bald zeigen sollte.
Wenn der Boden aufreißt
Kurz nach dem Einzug in die Bastion saß ich im Zelt beim Grafen von Gloria, als dessen Gelehrter einen Bericht über die Gespräche mit dem Blatterknecht vortrug. Er hatte ein Gedicht des Blatterknechts mitgeschrieben, dessen Kernbotschaft uns das Blut in den Adern gefrieren ließ: Dort, wo der Blatterknecht schläft, wird sich ein Riss im Boden öffnen, aus dem der Untod kriecht.
Ich fackelte nicht lange, schaltete sofort in den Krisenmodus und wies den Grafen und alle Anwesenden in aller Deutlichkeit auf die akute, existenzielle Gefahr hin. Der Graf reagierte prompt und befahl seinen Leuten, die Sache sofort abzusichern. In aller Eile wurde ein provisorischer, magischer Schutzkreis um den Wagen gezogen, in dem das Wesen schlummerte.
Den restlichen Donnerstagabend ließen wir karkasisch ausklingen. Wir hockten bis morgens um 3 oder 4 Uhr mit den XIIern und den Fröschen am Feuer, zogen durch die Tavernen, leerten die Becher, quatschten uns um den Verstand, betrachteten den Sternenhimmel und hatten einfach grandiosen Spaß. Und das Highlight: Niffler bewies echten Stil und schlich sich nachts unbemerkt in das Zelt von Ullec, um ihm sein entführtes Richtschwert heimlich wieder ins Bett zu legen. Schwert gut, Ende gut 🙂 (EDIT: Das sexuelle Innuendo war nicht meine Intention 😀 )
Tag 2 (Freitag) – Bürokratie, Sklavenhandel und karkasisches Faustrecht

Der Freitagmorgen startete um 9:30 Uhr mit einer feierlichen Ansprache des Oberisten. Neben der grundsätzlichen Erklärung über die Region und angrenzenden Gebiete, gab es eine organisatorische Neuerung in der Bastion. Die Bahianische Übergangsregierung, also die Regierung des Nachbarlandes, hatte die „Alte Ordnung“ wieder in Kraft gesetzt. Der Sturmbund – allen voran Bruder Claudius – wurden offiziell als Wächter über diese Ordnung eingesetzt. Um die Verwaltung und Kriegführung zu strukturieren, sollten drei Räte gewählt werden: der Lagerrat, der Heerrat und der Richterrat. Bruder Claudius konnte dabei als Wächter immer ein Veto einlegen.
Die offiziellen Wahlen dieser Räte sollte 11 Uhr beginnen. Davor war nämlich erstmal eine Totenflut angekündigt.
In der ersten Totenflut dieses Feldzugs, bei dem natürlich die Karkasen den Untod in die Flucht schlugen, passierte das Unfassbare: Korporal Ullec wurde im Kampf von einem Bischof des Untods korrumpiert! Seine finstere, geheime Aufgabe ab diesem Moment: Er musste entweder den Blatterknecht töten oder ihn den Totlosen übergeben.
Das große Postengeschacher und eine Beförderung
Um 11:00 Uhr ging das politische Taktieren bei den Wahlen los:
- Lagerrat: der Graf von Gloria, Travin von Windstedt, Freyja von den XII und ein Abgesandter des Sturmbundes stellten sich zur Wahl. Und gewannen auch alle gemeinsam.
- Heerrat: Hier warf Korporal Ullec seinen Hut in den Ring, neben Sir Lothar und zwei anderen. Gezeichnet von der dunklen Korrumpierung legte er jedoch einen denkwürdig verwirrten und fahrigen Auftritt vor den versammelten Truppen hin. Anstatt seine strategischen Fähigkeiten hervorzuheben, sagte er in etwa folgendes: „Ich bin Korporal Ullec und stehe hier, weil meine Baroness mich dazu ausgewählt hat.“ Das wirkte verständlicherweise wenig souverän, weshalb die Wahl letztlich auf die Strategin der Silbernen Schar fiel.
- Richterrat: Der Rat wurde mit allen drei angetretenen Bewerbern besetzt: einem Heiler, einem Bäcker und mir! Mein Hintergedanke dabei war, dass ich selbst nicht angeklagt werden kann, wenn ich Richterin bin. Dies sollte sich jedoch später als Trugschluss herausstellen.
Seit dem frühen Morgen war auch eigentlich die Beförderung von Kolev zum Korporal geplant, was aber durch die Ansprachen und Wahlen immer wieder verschoben wurde. Endlich gab es einen freien Moment für die Soldaten. Ich war in einer ersten Besprechung mit meinen Richterkollegen gebunden, konnte somit die Beförderung nur im Augenwinkel beobachten.
Korporal Ullec ließ alle Soldaten auf dem Vorplatz der Bastion antreten. Er las das offizielle Beförderungsdokument des Militärbüros aus Wehrten vor und fragte, ob irgendjemand der Anwesenden (es hatten sich auch ein paar Schaulustige eingefunden) anzweifelte, ob Kolev fähig sei, Truppen zu führen. Der Oberist meldete sich, sprach seinen Zweifel aus und schickte den Hauptmann der Bastionswache, um die Frage durch einen Kampf zu klären. Kolev schmiss daraufhin seine Waffen von sich und forderte den Hauptmann zu einem Faustduell auf. Der Kampf ging einige Minuten und war so wunderschön, wie ein Faustkampf inklusive Ringen nur sein kann. Gerne hätte ich aufmerksamer zugeschaut. Kolev obsiegte aber natürlich und seine Führungsansprüche waren damit festgestellt. Ullec steckte ihm zuletzt seinen neuen Stern ans Gürtelbanner und so ward ein neuer karkasischer Korporal geboren.
Ullec erhielt jedoch auch einen Brief vom Militärbüro in Wehrten. Die Kunde über das Pfannkuchenattentat zum Fest der Drachen im Vorjahr hatte nun die Militärführung erreicht und er kassierte eine offizielle Rüge dafür. Er durfte zwar seinen Rang behalten, verlor aber mit sofortiger Wirkung das Kommando über die Truppe, und durfte nur noch in beraterischer Tätigkeit für den neuen Korporal Kolev tätig sein.
Die Geburt einer Bruderschaft und ein Austauschkarkase

Abseits des politischen Parketts zementierte sich ab Freitag eine ganz besondere, unzertrennliche Bruderschaft auf dem Platz. Wann immer sich ein Karkase und ein Soldat der XIIer begegneten, sei es auf dem Weg zu den Wasserfällen, mitten im dichtesten Schlachtgetümmel oder beim Heiler, schallte es wie aus einem Munde über den Platz. Ein markerschütterndes „Ehre den XII!“ traf auf ein ebenso donnerndes „Ehre Karkas!“. Ein absolut genialer Running Gag, der über die Tage zu einem echten Symbol unseres unerschütterlichen Zusammenhalts wurde.
Wie eng diese Verbindung werden sollte, zeigte sich, als plötzlich Warosch von den XII vor mir stand. Er wollte vom Teichherr ein Kettenhemd erhalten. Dieser hatte ihm die Aufgabe erteilt, als Bezahlung für das Kettenhemd, die Gunst von mehreren bestimmten Frauen hier in Moringaard zu erlangen, unter anderem mir. Nun, karkasische Gunst muss man sich verdienen! Mein Urteil fiel entsprechend pragmatisch aus: Er wurde kurzerhand für einen halben Tag als Austauschkarkase in unser Heer eingegliedert, mit Wappenrock und Gürtelbanner.
Die erste Lektion in Sachen karkasischer Disziplin gab es für den Neurekruten gratis: Als er es im Gespräch wagte, mich mitten im Satz zu unterbrechen, fackelten meine Männer nicht lange. Einer unserer Soldaten brüllte sofort über den Platz: „Man unterbricht Pani nicht! 5 Schläge!“ 😀 Willkommen im echten Leben und beim karkasischen Heer, Warosch! Er hat sich danach aber sehr gut geschlagen, sodass ich ihm nach 4 oder 5 Stunden im Dienst ein kleines Karkas-Wappen als Beweis für meine Gunst überreichte.

Die Erste Verhandlung des Richterrats
Dann rief die Pflicht des Richterrats zu unserer ersten großen Verhandlung. Wir drei Richter hatten uns die Fachgebiete weise aufgeteilt: Ich übernahm das Kriegsrecht, der Heiler das Zivilrecht und der Bäcker das Strafrecht. Letzterer entpuppte sich als absoluter OT-Glücksgriff – der Mann ist im echten Leben Volljurist und leitete uns mit seinem Wissen und prozessualen Kniffen durch das Verfahren, ohne uns IT die Show zu stehlen.
Die Anklage lautete: Sklavenhandel. Als wir im Lager des Anklägers – ein Aquatander, ein extrem strenger, fanatischer Bruder seines Glaubens – ankamen, trafen wir auf ein bekanntes Gesicht. Dort saß gefesselt und in Ketten der Snagga „Viktor“! Das war genau der Ork-Sklave, den wir im letzten Oktober in der Taverne gegen ein rotes Säckchen eingetauscht hatten. Viktor erkannte uns sofort und fragte grinsend nach unserem Doktor. Der Aquatander wurde sofort misstrauisch und witterte karkasische Mitschuld, aber ich konnte ihm mit steinerner Miene versichern, dass dieser Snagga bloß unseren Heiler im letzten Feldzug entführt hatte (was technisch gesehen sogar die Wahrheit war!).
Durch ein messerscharfes Verhör drehten wir den Spieß komplett um: Wir fanden heraus, dass Viktor und zwei entkommene Snaggas als Spione in die Bastion geschickt worden waren, um gezielt Informationen über den Blatterknecht zu sammeln. Da es sich nun um Spionage handelte, fiel das Ganze unters Kriegsrecht und ich übernahm den Vorsitz der Verhandlung. Der Snagga gab schließlich selbst winselnd zu, dass er lieber sterben wolle, als zu seinem grausamen Meister zurückzukehren. Wir Richter einigten uns auf die Todesstrafe.
Doch noch bevor ich das Urteil formell ganz aussprechen konnte, verlor ein Untergebener des Aquatanders die Nerven, sprang vor und schlitzte dem Snagga die Kehle auf. Ein unfassbarer Eklat! Blutige Selbstjustiz direkt vor den Augen des Gerichts – das durften und würden wir als Richterrat nicht ungestraft auf sich beruhen lassen…
Seuchenbuch und hinterhältige Risse

Im Laufe des Freitags lüfteten wir mehr Geheimnisse über den mysteriösen Blatterknecht. Er existierte in zwei Formen: als kleine, panische Gestalt und als riesiges, aggressives Monster auf Stelzen. Er war ein lebendes Gefäß und Testobjekt für uralte Seuchen – sollte er sterben, würden die Pestilenzen freigesetzt und die bekannte Welt vernichten. Reingardt bewies hier grandioses Gespür: Er trat am Tor an das Wesen heran, zeigte ihm seine Golwer Senaku-Kessel-Halskette und sprach mit ihm tiefgründig über Krankheiten als göttliche Prüfung. Das Wesen schrie gellend auf, krümmte sich vor Schmerz und überreichte uns ein wertvolles Buch über die Krankheiten Moringaards. Wir fackelten nicht lange und übergaben das medizinische Dokument an Travin von den Windstedtern zur Analyse.
Gleichzeitig wurde das Pflaster in der Bastion immer heißer. Überall dort, wo der Blatterknecht kurz geschlafen hatte, öffneten sich völlig unvorhersehbar Risse im Boden, aus denen ab und an Gruppen von Totlosen strömten. Zweimal wurde ich auf dem Weg zu den Wasserfällen komplett im Hinterhalt kalt erwischt! Zum Glück wich meine karkasische Leibgarde mir nicht von der Seite. Besonders unser Rekrut Kajtek hat sich hier als mein persönlicher Schutzschild absolut verdient gemacht und die Angreifer im Alleingang zerlegt!
Der beste Alchemist von Karkas
Karusch hatte sich, aufgrund des Mangels an Alchemisten in der Bastion, bereit erklärt alchemistische Gegenstände für einen Plot herauszugeben. Als dann am Freitag endlich jemand kam um diese abzuholen, prahlte er, er sei der beste Alchemist in ganz Karkas.
Aber wie jeder weiß, ist der beste Alchemist von Karkas der Fürst. So wie jeder weiß, dass der Fürst der beste (hier irgendeine Berufsbezeichnung einsetzen) von Karkas ist. Häresie! Zur Bestrafung wurde Karusch auf allen vieren vom karkasischen Lager bis zum Lazarett geprügelt, wozu sich alle in einer langen Gasse aufstellten um gleichmäßig Prügel zu verteilen. Und das war noch milde! In einem ähnlichen Fall wurde der entsprechende Karkase vom Grafen einfach abgestochen…

Nacktmull-Übergabe
Am Abend stand eine ohnehin geplante diplomatische Offensive beim Sturmbund an. Als Gastgeschenk überreichte ich dem Baron von Argenthal zwei Exemplare unserer legendären, wertvollen „karkasischen Nacktmulle“ – inklusive eines detaillierten Berichts über deren phänomenale Fähigkeiten und den aktuellen Stand der Forschung. Die Freude beim Sturmbund war gigantisch!
In diesem Zuge erzählte ich den Herrschaften dann auch von der uns drohenden Anklage wegen „Fraternisieren mit dem Feind“. Als der Baron von Argenthal und der Kronprinz von Aeterna von der Misere hörten, schalteten sie sofort auf sturmfeste Bruderschaft: Sie boten sich spontan als meine Entlastungszeugen an und stellten mir mit Sir Nepumuk ihren besten Mann als Verteidiger zur Seite.
Gerichtsverhandlung

Um 19:00 Uhr war es so weit: Der Prozess des Jahres stieg auf dem großen Vorplatz direkt am Bastionsweg. Und Karkas überließ nichts dem Zufall. Hinter mir und dem Teichherrn (der die gleiche Anklage erhalten hatte) formierte sich das geschlossene karkasische Heer, hoch erhoben das stolze St. Brunon-Banner, flankiert von den Fröschen – eine massive, einschüchternde Wand aus Stahl und Leder. Ein unmissverständliches Signal an das Gericht, wer hier die physische Macht hält..
Der Aquatander-Ankläger war von Sekunde eins an extrem auf Krawall gebürstet, unterbrach mich permanent und forderte im selben Atemzug brüllend Rederecht für sich. Der Lagerrat schritt glücklicherweise ein, beschränkte die Anklage streng auf unsere Verhandlungen am Banketttisch und setzte ein hartes Zeitlimit von 30 Minuten. Sir Nepumuk, der im Vorfeld stundenlang eine absolut brillante, seitenlange Verteidigungsschrift verfasst hatte, war wegen der kurzen Zeit sichtlich angepisst, lieferte aber eine juristische Meisterleistung ab: Er betonte unsere unzähligen Opfer an vorderster Front und argumentierte, dass das gemeinsame Sitzen am Bankett eine reine Ehrenschuld und taktische Notwendigkeit war.
Als es schließlich um die entscheidende Frage ging, was genau der Teichherr eigentlich zu der Hexe Lazara gesagt hatte, trat dieser selbst vor, blickte den Richtern ins Gesicht und erklärte staubtrocken: Er habe offen mit ihr geflirtet. Da der Teichherr sich zudem formell für das Fehlverhalten seiner Leute bei der aufs Bankett folgenden Todesflut entschuldigte, blieb dem Gericht keine Wahl: Vollständiger Freispruch für Karkas und den Teichherrn!
(Fun-Fact am Rande: Wie mir die Jungs hinterher grinsend erzählten, standen meine Karkasen hinter mir kurz vor dem kollektiven Ausrasten. Weil der Ankläger mich so oft unverschämt unterbrochen hatte, waren die Schwerter und Äxte im Hintergrund schon halb gezogen! Die Windstedter Nachbarn beobachteten das Spektakel hochgradig nervös und rechneten im Sekundentakt mit einem blutigen Lagerputsch. Danke Jungs, das ist wahre karkasische Loyalität!)
Kekse, Sprachbarrieren und Glücksspiel

Tief in der Nacht schlüpfte ich aus den schweren Kleidern der Baronin in die Rolle von Arianna. Zusammen mit dem Rekruten Karusch und einer Schüssel frisch gebackener Kekse im Anschlag stattete ich dem Sturmbund einen nächtlichen Besuch ab, da der Baron ja meinte, dass er Kekse sehr gerne mag. Wir wurden fast nicht von Bruder Claudius hereingelassen, da schon fast alle im Lager im Bett waren. Aber der Baron lud uns dann persönlich ans Lagerfeuer ein, wo wir gemütlich saßen und über Karkas und die Welt redeten, während die Keksschale abnahm. Wir tauchten auch tief in Karuschs emotionale, düstere Charaktergeschichte ein – absolut großartiges, intensives Charakterspiel!
Für die größte Verwirrung des Abends sorgte der Baron höchstselbst: Er war sichtlich irritiert und fragte nach, warum die Soldaten die Baronin eigentlich ständig mit dem Begriff „Pani“ ansprechen würden – er witterte dahinter wohl ein außerordentlich enges, fast schon intimes Verhältnis, wenn man so einen Kosenamen benutzt! Karusch und ich mussten schockiert lachen und klärten das Missverständnis hastig auf: „Um Himmels Willen, Herr Baron! ‚Pani‘ ist im Karkasischen schlicht und ergreifend das ganz normale Wort für ‚Herrin‘! Wir würden uns niemals im Leben so eine respektlose Vertraulichkeit anmaßen!“ Krise abgewendet, sprachliche Bildung geschafft.
Später zogen Karusch und ich noch weiter zum Nachtmarkt in die Unterstadt. Es war zwar deutlich weniger los als in den Vorjahren, aber ich konnte eine wunderschöne, handgemachte Stoffbörse in Blumenform ergattern. Auf dem Rückweg torkelte uns ein schrecklich betrunkener Adliger von Gloria direkt in die Arme. Als ich ihm im Gespräch erklärte, dass ich nicht die Baronin sei, rückte der Kerl mir schwerfällig zwinkernd auf die Pelle und lallte: „Euer Geheimnis ist absolut sicher bei mir, Baroness…“. Was ein Typ!
Zum Abschluss des Abends fanden wir uns im Lager der Zwölfer ein, um eine Runde um Kupfer zu würfeln. Arianna zog den Soldaten und den Zwölfern sprichwörtlich das Fell über die Ohren: Mit gerade einmal 5 Kupfer reingegangen, mit über 30 Kupfer wieder rausmarschiert. Läuft!
Tag 3 (Samstag) – Kämpfe, Walk of Shame und Zeitreisen
Pani in Rüstung

Der Samstag verlangte mir physisch absolut alles ab. Zum allerersten Mal auf einer Con trug ich meine Lederrüstung und dann gleich den gesamten Tag.
Das hatte den genialen, skurrilen Nebeneffekt, dass mich im Lager schlichtweg niemand erkannte! Als ich am Lager der Zwölfer vorbeimarschierte und ein zackiges „Ehre den Zwölfen!“ rief, kam ihr Anführer Durin heraus, musterte mich von oben bis unten und meinte: „Den neuen Rekruten kenne ich ja noch gar nicht.“ Reingardt, der direkt hinter mir lief, fackelte nicht lange, ging mit gezogener Waffe bedrohlich auf Durin zu und schrie ihn wütend an: „Hast du Pani gerade einen Rekruten genannt?!“ Durin bekam es sofort mit der Angst zu tun, riss die Hände hoch und entschuldigte sich hektisch.
Sir Lothar ging es später ganz ähnlich: Ich saß entspannt bei den Windstedtern im Lager, als er mich minutenlang mit völlig entgeistertem Blick anstarrte, bis endlich der Groschen fiel und er ehrfürchtig fragte: „Seid Ihr es wirklich?“ Ja, die Baroness in voller Kriegsrüstung war ein seltener Anblick.
Schon am Vormittag nahmen wir die ersten schweren Todesfluten am Tor mit. Ich fing mir direkt eine miese IT-Verletzung ein, woraufhin mich der Heiler der Windstedter im Lazarett zusammenflickte. Es folgte großartiges, markerschütterndes Heilerspiel: Er operierte mir lautstark eine eingebettete Pfeilspitze aus der Brust, während ich die ganze Bastion zusammenschrie. Schreien befreit ungemein!

Der Walk of Shame durch die Bastion
Um 11:00 Uhr rief wieder die Pflicht: Die zweite große Verhandlung des Richterrats stand an. Auf der Anklagebank saß dieses Mal der Untergebene des Aquatanders, der am Vortag eigenmächtig den gefesselten Snagga Viktor hingerichtet hatte. Anklage: Blutige Selbstjustiz. Nach über 30 Minuten intensivem, messerscharfem Verhör (das dauerte ungelogen länger als mein eigener Hochverratsprozess!) bröckelte die Fassade des Mannes. Es stellte sich heraus, dass der Kerl psychisch völlig labil war und händeringend nach einem Lebenssinn suchte. Wir Richter bewiesen Fingerspitzengefühl, änderten die Anklage auf Amtsanmaßung sowie schwere Missachtung des Gerichts und verkündeten das Urteil: 10 harte Hiebe (die er standesgemäß von einem karkasischen Soldaten kassierte) und ein waschechter, historischer Walk of Shame!
Zum Glück hatte ich mein treues Handglöckchen dabei. Wir drei Richter eskortierten den Verurteilten einmal quer durch die komplette, vollbesetzte Bastion. Während jemand unaufhörlich die Glocke läutete, musste der Mann mit Tränen in den Augen lauthals durch die Gassen rufen: „Ich habe mich dem Gericht widersetzt, ich habe mir ein Amt angemaßt, das mir nicht zusteht, ich bereue zutiefst!“ Die Dynamik auf dem Platz war der Wahnsinn: Die anderen Spieler verstanden das Spiel sofort, schrien ihm im Vorbeigehen „Schande!“ zu und bewarfen ihn symbolisch mit Obst- und Gemüseresten. Ein Bild für die Götter und ein Triumph für den Richterrat!
Der gestohlene Barde
Bei Windstett nebenan gab es einen Barden, der das Lieblingslied der Baroness gut und oft spielte: „Grober Feldweg“! Als er dieses gerade wieder anstimmte, regte sich die Baronin leise auf, dass er nicht in ihrem Lager saß. Worauf die Soldaten pflichtbewusst aufstanden und ihn für sie in unser Lager entführten.
Dort durfte er „Grober Feld“ grad zwei Mal anstimmen. Direkt mit Motivation in Form von Karusch, der mit gezogenem Streitkolben hinter ihm stand 😀

Das Flaggen-Chaos und der karkasische Schildwall
Gegen 15:00 Uhr bliesen die Trommeln zum Großangriff: Eine riskante Mission zur Festung der Totlosen stand an. Die Aufgabe: Wir mussten ein arkanes Gerät mit Energie aufladen, indem wir drei strategische Stelen im Feld mit unseren Flaggen besetzten und diese eisern verteidigten. Mit einer Streitmacht von gut 30 bis 40 Mann rückten wir aus. An dieser Stelle ein fettes, fettes Lob an den lieben Feuerfuchs! Unser direktes Duell an den Mauern der Festung war zwar kurz, aber absolut episch, vielen lieben Dank fürs Hochspielen!
Doch die Mission drohte im Chaos zu versinken. Unsere Kriegsherrin stürzte nach nur wenigen Minuten schwer verletzt zu Boden und musste vom Feld getragen werden. Ohne Führung agierte die Truppe völlig kopflos. Man drängte sich an mich heran und fragte, ob ich das Kommando übernehmen wohle, doch ich fühlte mich taktisch nicht bereit und trat die Führung offiziell an den fähigen Baron von Argenthal vom Sturmbund ab.
Als die Totlosen sich kurzzeitig zurückzogen, begingen unsere Truppen einen fatalen taktischen Fehler: Sie wandten sich siegestrunken von den Stelen ab. Die Stelen standen plötzlich völlig schutzlos da, während im selben Moment eine wilde Horde Orks in unserem ungeschützten Rücken auftauchte! Ich fackelte nicht lange, übernahm schreiend die Koordination, packte mir ein paar versprengte Soldaten und scheuchte sie mit karkasischem Kasernen-Tonfall zurück an die Stelen. Die Lücke wurde geschlossen, die Maschine lief wieder und die Mission war ein voller Erfolg!
Was mich auf diesem Schlachtfeld zutiefst im Herzen berührt hat, war die bedingungslose Loyalität meiner Karkasen. Als die gegnerischen Bogenschützen spitz kriegten, dass ich scheinbar eine besondere Rolle hatte, nahmen sie mich ins Visier. Ein Hagel von Pfeilen ging auf mich nieder. Aber egal ob Ullec mit seinem riesigen Richtschwert oder Karusch und Reingardt mit ihren massiven Schilden – meine Jungs warfen sich ohne den Bruchteil einer Sekunde des Zögerns in jeden einzelnen Pfeil, als Schutzwall vor ihre Baroness. Danke Jungs, das werde ich euch nie vergessen! 💚
Geh zu den Karkasen für eine gute Bestrafung
Am Nachmittag kam eine Gruppe der Windstedter zu uns. Einer der Rekruten hatte den Hauptmann verärgert und man bat uns, seine Bestrafung auszuführen. Also wurde gerade die Prügelaktion von Karusch vom Vortag wiederholt und der arme Rekrut zum Lazarett geprügelt! Für gute Bestrafungen musst du eben zu Karkas gehen! 😀
Auf dieser Con wurden nebenbei gesagt auch so viele Bestrafungen ausgesprochen, wie noch nie. Nicht mal unbedingt von mir, sondern von den Soldaten selbst, die sich ständig gegenseitig anzeigten 😀 Besonders hat sich mir folgendes Zitat von Kolev ins Gehirn gebrannt: „Du darfst wählen: 5 Schläge auf die Rüstung oder 10 auf die Haut.“..Mhm…Der Korporal wird schon wissen, wie er das gemeint hat 😅

Die Endschlacht oder Panik im Wald
Um 17:00 Uhr formierte sich die gesamte Bastion zur alles entscheidenden Endschlacht, also den letzten Totlosen-Wellen. Da die Kriegsherrin kaum noch Stimme hatte, stellte ich mich an die vorderste Front und übernahm mit ihr gemeinsam die lauten Kommandos für den gesamten Schildwall: „Schilde vor! Keine Lücken! Bogenschützen dahinter sammeln!“ Leider erwischte es mich recht früh im dichten Getümmel der 1. Welle. Ich ging schwer verletzt zu Boden, wurde aber von unserem freundlichen Windstedter Holzfäller Reo zu den Heilern geschleppt.
Als ich frisch geheilt ins Lager ging um mich auszuruhen, traf mich fast der Schlag! Das absolute Grauen baute sich vor mir auf und ich durfte nicht reagieren: Die Totlosen kamen OT/ausgeixt und formierten sich in gigantischer Übermacht direkt an den Rissen innerhalb der gesamten Bastion. Ich wies den zum Lagereingang mit dem Rücken sitzenden Robert kurz darauf hin und wir harrten der Dinge die da kamen. Als sie schließlich nach kurzer Zeit aus den Rissen kamen, fackelte Robert nicht lang: Er schnappte sich geistesgegenwärtig eine Waffe, warf sich den Angreifern entgegen und hielt mir den Rücken frei, sodass ich mich im allgemein einsetzenden Chaos zu den Karkasen auf dem Kampfplatz durchringen konnte.
Und da brachen dann alle Dämme. Die zurückgebliebenen Bastionsbewohner rannten panisch, waren doch alle Soldaten verletzt im Lazarett oder draußen am kämpfen. Die Stadtwache brüllte mit schierer Todespanik in der Stimme über den Platz: „Evakuiert die Bastion! Alles raus! RETTET EUCH!“
Wir wurden von einer unaufhaltsamen, schieren Übermacht an Totlosen buchstäblich aus unserer eigenen, mühsam verteidigten Bastion getrieben. Was folgte, war ein dramatischer Rückzug, der vor allem psychisch absolut intensiv war: Die blanke IT- und OT-Panik stand den Spielern förmlich ins Gesicht geschrieben, die Atmosphäre war beängstigend .
Die Orga trieb die gut 300 Spieler den engen, extrem steilen Waldweg den Berg hinauf. Das Gelände war vollkommen unwegsam – übersät mit dicken Wurzeln, tiefem Laub und unebenem, tückischem Boden. Obwohl es glücklicherweise trocken war, machte die reine Masse an Menschen und das Stolpern über das lose Unterholz den Aufstieg zu einem echten Nervenkrieg.
Überall brachen hektische Rufe aus, Spieler stolperten über versteckte Wurzeln und von den bewaldeten Flanken her stießen auch noch die Orks, deren Behausungen wir uns unausweichlich näherten, in die panische, fliehende Menge hinein! Die Magier und einige Krieger schützten den Blatterknecht und seinen Wagen, der ebenfalls mit den Weg hochgetrieben wurde.
In diesem absoluten Hexenkessel zeigte sich jedoch auch, aus welchem Holz wir geschnitzt sind: Karkas hielt eisern und hochdiszipliniert die Formation, kein Mann blieb zurück. Nach halber Strecke schlossen sich uns die Jungs von den XIIern und der Sturmbund an. Schulter an Schulter bildeten wir eine feste Barriere, schoben uns durch das Dickicht hinauf und sicherten den Weg für die anderen Bastionsbewohner ab. Wie oft ich den Ruf „Sammeln bei Karkas!“ gehört habe, weiß ich nicht mehr 🙂
Das Paradoxon des Ulmenpfads
Unsere letzte, verzweifelte Mission: Wir mussten den Blatterknecht lebend zum sagenumwobenen Ulmenpfad tief im Dickicht des Waldes bringen. Dort angekommen, geschah das Unfassbare: Das Wesen durchschritt den Pfad und nahm ein finsteres Amt als Jünger der Made an – ein Amt, das er genau zehn Jahre zuvor eigentlich ausgeschlagen hatte.
Als wir völlig erschöpft und verschwitzt in die Bastion zurückkehrten, trauten wir unseren Augen nicht: Die Bastion war absolut leer. Keine Totlosen, keine Bedrohung, und die unheimlichen Risse im Boden waren restlos verschwunden! Man drückte uns stattdessen eine druckfrische Sonderausgabe der lokalen Zeitung in die Hand.
Nur Robert war noch im Lager. Er war bei der unübersichtlichen Flucht aus der Bastion schwer verletzt worden und musste geheilt werden. Zwei Heiler kümmerten sich um ihn und konnten ihn zum Glück wieder zusammenflicken.
Der Lagerrat trat vor und erklärte uns das zeitliche Phänomen im halben OT: Durch das Durchschreiten des Ulmenpfades hatten wir die Vergangenheit manipuliert. Der Blatterknecht hatte das Amt quasi „damals“ angenommen, wodurch die Natur um uns herum massiv gestärkt wurde. Die logische Konsequenz: Die Risse in der Gegenwart waren in dieser neuen Zeitlinie niemals entstanden! Wir hatten den Hauptplot der Con gelöst und die diesjährige Bedrohung der Untoten einfach aus der Geschichte radiert! Und die Sonderausgabe der lokalen Zeitung bestätigte uns dies mit einer Titelgeschichte über die Reisen des Blatterknechts durchs Land als Jünger der Made.
Ausklang

Der Samstagabend klang dann herrlich friedlich und atmosphärisch aus. Der Baron vom Sturmbund lud die Baronin persönlich ein, gemeinsam am großen Feuer dem Barden der Aschenwacht zu lauschen. Es war unvergesslich – besonders als der Baron höchstselbst ein Monster schauspielern musste, um eine musikalische Geschichte zu untermalen.
Gegen 1:00 Uhr nachts forderte das Adrenalin der Endschlacht seinen Tribut: Mir fielen im Stehen die Augen zu. Trotz akuter FOMO (Fear of missing out) schleppte ich mich zum Karkas-Lagerfeuer, wo sich mittlerweile das Kriegsrad zu Besuch eingefunden hatte.
Kolev und Reingardt saßen dort und sponnen im halben IT/OT wieder schöne Geschichten zusammen, wonach der Kriegsrad Bären tötete um Schnaps zu machen (fragt nicht!) .. Alle lagen auf jeden Fall am Boden vor Lachen 😀
Ich nutzte meine verbleibende Kraft auch noch um noch ein paar saftige Prügelstrafen an die vorlauten Soldaten zu verteilen, und fiel gegen 1:30 Uhr sterbensmüde, aber unendlich glücklich auf mein Feldbett.
Tag 4 (Sonntag) – Techno-Remixes und das Lied der unschlagbaren Flanke
Der Abbau-Sonntag war überraschend kurzweilig und von einer großartigen Stimmung auf dem gesamten Platz geprägt. Überall lief Musik aus den Zelten; unsere Nachbarn von der Aschenwacht beschallten das Gelände mit einem hochinteressanten, skurrilen Techno-Remix, über den jemand mit tiefer Stimme mittelalterliche Texte sprach. Alle karkasischen Hände packten koordiniert und zügig an.
Zum krönenden Abschluss machten wir natürlich wieder eine Abschiedsrunde bei den anderen Lagern. Die Jungs und Mädels von den Zwölfern hatten extra mit ihrem eigenen Abbau gewartet, nur um für uns ihr brandneues Kampflied gegen die Totlosen zum Besten zu geben.
Das war ein absoluter Gänsehaut-Moment für uns alle. Denn in einer Strophe des Textes wird explizit und lautstark besungen, dass die rechte Flanke eisern hält, weil Karkas und die Zwölfer in den vergangenen Schlachten wie ein unzerstörbarer Fels in der Brandung gestanden hatten. Danke euch!
Ein historischer Triumph: Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren wir diesmal nicht das allerletzte Lager auf dem Platz, sondern fuhren stolz als viertletzte Truppe vom Gelände!
Ein riesiges Dankeschön!

Eine Con wie diese lebt von den Menschen, die sie mit Herzblut füllen. Daher geht ein großes Danke an die Moringaard-Orga für diesen wendungsreichen Plot und wie immer die großartige Logistik. Danke auch an alle unermüdlichen NSCs für den harten, fairen Kampf und die grandiosen gemeinsamen Momente auf dem Schlachtfeld.
Natürlich bleibt es auch nicht aus, uns bei allen Verbündeten zu bedanken!
Allen voran den phänomenalen Jungs und Mädels von den XII für die unschlagbare gemeinsame rechte Flanke, das epische Kampflied und jedes donnernde Wechsel-Echo auf dem Platz.
Ebenso ein riesiges Danke an unsere direkten Lagernachbarn von Windstedt für die exzellente Nachbarschaftshilfe (und die medizinische Rettung im Lazarett!), sowie an den Sturmbund und Gloria für die treue Waffenbruderschaft im Rat und im Wald und natürlich all die wunderbaren Unterhaltungen!
Unsere Flanke stand. Unser Wort gilt. Und Karkas steht auch beim nächsten Mal wieder bereit, wenn Moringaard uns ruft!

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